"Anton"
Max
Nordschleife Zusatztraining 2008

Bild: Nordschleife 



Nürburgring 31.3.200:

Tag 1: Streckenabschnitt Hatzenbach 1, eine langsame Kurve. „Bloß nicht auf die hohen Curbs sonst hebelt man das Auto aus, nach der kurve mittig bleiben, jetzt hat man eine gute Überholmöglichkeit, danach geht der Blick Richtung 2km-Schild, am Schild dann einlenken und lange links bleiben bis zum Anfang der Curbs.“ Soviel zur Theorie aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus?

„Beherrschen kann man die Nordschleife nur bis zu einem gewissen Punkt. Man kann sich mit ihr arrangieren, wenn man bestimmte Regeln einhält und seine eigenen Leistungen richtig einschätzt“, das erklärt uns Christopher Bartz - Leiter der Motorsport Akademie - und genau aus diesem Grund bietet die Motorsport Akademie eine Rennfahrer Ausbildung an. Ziel: Nordschleifen-Extrem-Schulung.

Nachdem die Teilnehmer in zwei Gruppen eingeteilt sind (Anfänger & Fortgeschrittene) wird einem zunächst die Ideallinie eingeimpft. Wobei es eine Ideallinie eigentlich nicht gibt. Es handelt sich mehr um eine Grundlinie, die einem anhand eines Videos mit Erläuterungen zu allen Abschnitten und Kurven erklärt wird. Vor jeder Kurve wird das Video angehalten und es geht ans Eingemachte: Einlenkpunkte, Tipps und Erfahrungen vom Profi – hier bekommt man für sein Geld echt was geboten. Langsam lernen wir die Grüne Hölle kennen und besser einschätzen.

Tag 2: Nachdem wir bereits um acht Uhr eine einstündige Instruktions-Busfahrt über den Ring hinter uns haben und die wichtigsten Stellen zu Fuß abgelaufen sind, heißt es um 9.30 Uhr: „Startet die Motoren!“ Doch dazu wäre es im Falle meines 350Z fast gar nicht gekommen …

Rund 17 Stunden vorher: Gerade an der Grünen Hölle angekommen haben mich die hinteren Bremsbeläge meines geliebten „Z“ erbärmlich in Stich gelassen, Funken fliegen und ich hätte vor Wut fast gekotzt. Doch wir haben Glück und finden das Nissan-Autohaus Rausch in Adenau (www.nissan-rausch.de), wo uns geradezu mütterlich geholfen wird. Extra für uns lassen die Rauch-Mannen die Tore eine Stunde länger auf und machen die Karre wieder voll ringtauglich.

Immer noch Tag 2: … Headset ins Ohr, Helm auf und ab geht´s. Gefahren wird in sechs Gruppen mit jeweils sieben Teilnehmern. Erst etwas langsamer, dann mit stetig wachsendem Tempo. Es ist immer wieder berauschend über die Nordschleife zu fahren, die extremen Höhenunterschiede zu spüren – sie zu erleben. Jede Runde fährt sich anders. Jedesmal fährt man einen Hauch „besser“ durch den Adenauer Forst, jedesmal bremse ich etwas später für die Linkskurve ins Brünnchen ab oder finde noch eine bessere Stelle um ins Karussell einzulenken. Herrlich! Erst jetzt merke ich die vielen Bodenwellen auf der Döttinger Höhe, die sonst im verborgenen bleiben, weil man während der Touristenfahrten hier schon wieder langsamer fährt, die Bremsen auskühlen lässt und in Richtung Parkplatz abfährt. Während der 20 Fahrten durch dich Grüne Hölle bekommen wir außerdem das richtige Verhalten im Falle eines Unfalles beigebogen. Gelbe Flaggen, Invention-Car-Phasen Simulation einer Unfallbergung durch Streckenposten – schon wieder denk ich mir, dass sich diese Geschichte echt gelohnt hat.

Runter von der Strecke und rein in die Lounge. Nach einer einstündigen Pause gibt’s eine Zusatzschulung für alle, die ernsthaft mit dem Gedanken spielen, in die RCN, VLN oder das 24-Stunden-Rennen einzusteigen. Dort lernt man nicht nur die Flaggenregeln, die Unterschiede der Rennserien und deren Besonderheiten kennen, sondern erarbeitet außerdem mit einem Verkehrspsychologen das Verhalten im Rennbetrieb. Zur Untermalung gibt’s Unfallvideos, deren Inhalt nur zu häufig de fatalen Folgen von missachteten Flaggensignalen zeigen.

Nach einem Theorie-Test in dem sich jeder nochmal auf sein gelerntes Wissen prüfen kann, folgt eine Führung durch die Anlage der Gran Prix Stecke mit Racecontrol, Boxengasse, Presseräume und dem Medical Center. Zum Schluss des harten aber geilen Tages folgt dann um 19 Uhr noch die Ausgabe der erworbenen Zertifikate.

Fazit: Machen! Jeder, der häufiger auf dem Ring unterwegs ist, sollte sich das Zusatztraining für 745 Tacken leisten. Ja, ja, das ist viel Geld, trotzdem. Schließlich kann sich das Geld schon bald bezahlt machen, wenn man aufgrund des Gelernten in einer brenzligen Situation um eine schweine-teure Kaltverformung des geliebten Boliden drumrum kommt. Hinzu kommt: Diese zwei Tage machen einfach tierisch Spaß.

Ich bin jetzt jedenfalls fit auf dem Ring, Tschüss Nordschleife bis zum nächsten Mal.

Text: Tim
Fotos: Carlo Mäker und Tim

 

Zur Galerie


Klick dich rein und klick dich durch!

Tim's 350Z

Klick dich rein und klick dich durch!

a
€ 18.499,-
 
€ 21.950,-
 
€ 34.900,-
 
€ 24.900,-
 
€ 18.900,-
 
€ 18.500,-
 
€ 29.950,-
 
€ 16.940,-
 
€ 16.990,-
 
€ 24.900,-
 
€ 23.900,-
 
€ 24.980,-
 
€ 18.499,-
 
€ 20.900,-
 
€ 23.998,-
 

Porsche Boxster Spyder im Netz aufgetaucht Der Porsche Boxster steht für Fahrfreude in Reinkultur, das Flair eines Sportwagenherstellers und einen verhältnismäßig günstigen Einstiegspreis. Jetzt sind erste Bilder einer weiteren Porsche-Droge aufgetaucht: des Boxster Spyder.

 

Formel 1: "Es ist ein Krieg gegen Hersteller" Bei Ferrari schießt wieder in Richtung FIA und vergleicht die Abwanderung der Hersteller mit einem Kriminalroman von Agatha Christie und stellt die Frage: "Wollen wir nicht ein anderes Schlusskapitel?"

 

Ekström gewinnt Race of Champions 2009 Mattias Ekström siegte in Peking beim Race of Champions im Finale gegen Michael Schumacher. Der seinerseits hatte im Halbfinale Sebastian Vettel aus dem Rennen gekickt.

 

Race of Champions 2009: Nationscup Sie haben es wieder geschafft: Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und die deutsche Nachwuchshoffnung Sebastian Vettel sicherten sich den Sieg im Nationencup des Race of Champions in Peking. Ihre Gegner: Jenson Button und Andy Priaulx

 

VW Scirocco 2.0 TSI von MR Car Design Mit satten 170 PS zusätlich lässt sich der "Black Rocco" genannte Scirocco 2.0 TSI nicht so einfach die Wurst vom Teller nehmen. Seine 370 Turbo-Pferdchen dürften auch waschechte Sportwagen vor schwer lösbare Probleme stellen.

 

Ken Block: Subaru Impreza TRAX STI Ken Block ist süchtig. Süchtig nach Performance und immer neuen, immer abgedrehteren Ideen rund um seinen Impreza WRX STi. Mit dem TRAX STi zeigt der verrückte Ami jetzt, dass noch viel mehr in seinem Rallyewagen steckt als man denkt.

 

BMW M3 GTS vorgestellt Zwar wurde ein Nachfolger des legendären BMW M3 E46 CLS bis zu letzt dementiert, mit dem M3 GTS bringen die Bayern nun aber doch einen legitimen Erben des "Coupé Sport Leichtbau" auf den Markt.

 

Mercedes SLS Gullwing Panamericana Noch nicht einmal auf dem Markt und schon verschandelt? Wem's gefällt, der kann sich von den US-Boys von Gullwing-America einen Bodykit für seinen Mercedes SLS AMG ordern und den Neuzeit-Flügeltürer optisch aufs Original trimmen.

 

Liqui Moly Kalender 2010 Liqui Moly setzt abermals auf ein Rezept, das so simpel ist wie von durchschlagendem Erfolg gekrönt: hübsche Frauen und sehenswerte Autos. Beides vereint gekonnt ästhetisch in Szene gesetzt.

 

Hitlers Dreiachser im Angebot Von dem nur 57 mal gebauten Dreiachser aus dem Hause Mercedes-Benz werden derzeit drei Modelle zum Kauf angeboten. Das besondere an der Neun-Millionen-Dollar-Offerte: Die Fahrzeuge sollen aus dem Besitz Adolf Hitlers stammen.

 

AMI Leipzig 2008
Pontiac LeSupra: Cool oder krank?