Mercedes SLR 777 Renntech



Hamburg, 18.01.2009: Nachdem das Ende des kultigen Mercedes SLR McLaren (5,4-Liter-V8) besiegelt ist, trumpfen die Tuner weltweit nochmal richtig auf. Hamann bringt den Volcano, Mansory will den Renovatio an den Mann bringen und selbst Mercedes lässt mit dem SLR Stirling Moss noch mal die Muskeln spielen. Doch all diese Bemühungen verblassen gegen den SLR 777, den US-Tuner Renntech schon bald im Portfolio hat.

Auf Basis des "lediglich" 626 PS starken SLR McLaren präsentiert Renntech einen Supersportwagen, der nach eigenen Angaben viel näher am McLaren F1 ist, als der "normale" SLR. Eigentlich sei der SLR 777 ein neues Autos gibt der Tuner bekannt. Stimmt irgendwie auch. Die Carbon-Karosse wurde derbe überarbeitet und der aufgeladene V8 unter der Haube stellt mit seinen 777 PS andere Extrem-Sportler wie den Lamborghini LP710-2 von Edo Competition oder den Gemballa Mirage GT klar in den Schatten. Vor dem Carrera GT von 9ff (über 900 PS) muss der der SLR 777 allerdings den Schwanz einziehen. Tja, es gibt Schlimmeres.

Realisiert wird die Zusatz-Power im SLR 777 durch tiefgreifende Modifikationen am 5,4-Liter-Triebwerk (5439 ccm), stark veränderte An- und Abgaswege, einen neu entwickelten Antriebsstrang und eine üppiger dimensionierte Turboluft-Kühlung. Ergänzt wird die Power durch ein Sperrdifferenzial mit 100-Prozent-Sperrung und eine nochmals erleichterte Karosserie. Die serienmäßigen 3,8 Sekunden auf Tempo 100 dürften also genauso vergessen sein wie die 3,6 Sekunden des SLR McLaren 722 (650 PS). Wie schnell der Renntech-SLR tatsächlich ist, müssen erste Tests aber erst noch zeigen. Dass die 334 km/h Höchstgeschwindigkeit des Serien-SLR nur geringfügig überschritten werden, dafür steht schon der riesige Flügel. Doch damit dürfte der 777er auf der Rennstrecke eine unglaublich gute Figur machen.

Wann der SLR 777 von Renntech sein Debüt feiert, was er kosten wird und welche Fahrleistungen er tatsächlich ermöglicht, steht noch in den Sternen. EVOCARS bleibt natürlich dran.

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