Hamburg, 08.10.2009: Mit dem RR600 Tender bietet Fornasari einen Luxus-Geländewagen auf Corvette-Basis an. Mit der Motorsporterfahrung des Vaters im Hintergrund, baut Junior Giuseppe Fornasari in seiner Fahrzeugschmiede bereits seit 1999 italienische Luxus-Allradler mit ordentlich Dampf. Der jüngste Streich gleicht zwar optisch einer Luxus-Badewanne mit Holzintarsien auf Rädern, verspricht dank Corvette-Motor jedoch reichlich Fahrspaß.
In der Modellvariante „Tender“ soll der RR600 noch etwa mehr Schick versprühen, um sich so noch deutlicher von der Masse hochpreisiger SUVs abzugrenzen. Das konnte bereits der normale RR600 ganz gut, denn der Wagen sieht aus, als würde man einen Haufen Fahrzeugteile verschiedenster Marken durcheinanderwirbeln und zusammenschweißen, um dann mit einigen Karosseriearbeiten das beste daraus zu machen. Das Ergebnis ist ein zumindest optisch völlig eigenständiges Auto – aber über Geschmack lässt sich ja zum Glück nicht streiten.
Auf breiteren Konsens als die Optik dürfte das Herzstück des RR600 Tender stoßen. Der bereits aus der Corvette bekannte Achtzylinder bringt es mit sechs Litern Hubraum auf bis zu 600 PS und 750 Newtonmeter Drehmoment. Die Leistung wird über eine Sechsgang-Handschaltung oder eine Viergang-Automatik weitergereicht. So bringt es der insgesamt 1650 Kilogramm leichte Allradler auf Tempo 280, den obligatorischen 100er-Spurt absolviert er in 3,8 Sekunden. Zusammen mit einer Gewichtsverteilung von 50 zu 50 klingt das nach reichlich Fahrspaß.
Um diese Power möglichst verlustfrei auf den Untergrund zu bringen, wartet der RR 600 Tender zudem mit einem Allradantrieb auf. Die Vorderachse wird dabei mit 40, die Hinterachse mit 60 Prozent der Leistung bedacht. Um das ganze in Zaum zu halten werden standardmäßig Bremsen von GM verbaut, auf Wunsch sorgen jedoch Brembo-Bremsen dafür, dass sich die 18 bis 23 Zoll großen Felgen mit ihren maximal 305er-Pneus fest in den Untergrund krallen.
Das Tender-Modell glänzt zudem wie der normale RR600 mit einem Stahlrahmenchassis aus nicht weniger als 450 einzelnen Rohren. Das soll eine ordentliche Verwindungssteifigkeit garantieren. Ob die darüber gezogene Karosserie aus Aluminium oder Carbon gefertigt wird, bleibt lediglich der Solvenz des Käufers es überlassen. Gleiches gilt für die Ausstattung des Innenraumes, der sich von dem des normalen RR600 vor allem durch den mondänen Yacht-Schick unterscheidet, den edelste Hölzer, glänzendes Chrom und handgenähte Ledersäume versprühen. Darüber hinaus sind alle erdenklichen Extras möglich, sei es Satellitennavigation, eine Rückfahr-Kamera oder der Anschluss eines TV-Tuners an den großen, zentral verbauten Monitor.
„Tender“ lässt sich übrigens unter anderem als „Kostenvoranschlag“ ins Deutsche übersetzen. In diesem Zusammenhang recht passend, zumal sich Fornasari noch nicht dazu geäußert hat, wieviel Interessenten für den RR600 Tender auf den Tisch legen müssen. Dass dürfte zumindest etwas mehr sein, als der normale RR600 kostet – den gibt es ab 140.000 Euro.
Text: Christian Niesz
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