Hamburg, 24.06.2009: Zwar dauert es voraussichtlich noch bis 2011 eh der neue BMW M5 das Licht der Welt erblickt, doch die Spekulationen über die möglichen Antriebsaggregate des Begründers der Gattung „Power-Limousinen“ kommen derzeit richtig in Fahrt.
In der letzten Zeit sorgte ein Versuchsträger der aktuellen Modellreihe mit zusätzlichen Kühlluftöffnungen in der Front für Aufsehen und schon dichtete die Internetgemeinde dem fantastischen Fünf-Liter-Hochdrehzahl-V10 einen Bi-Turbo an die Fächerkrümmer. Derart aufgepustet sollte der Sprung zum 73 PS entfernten Audi RS6 (V10, 580 PS, Bi-Turbo) möglich sein. Doch allem Prestige zum Trotz: Eine derartige Wettrüsterei in diesen Leistungsregionen stufen wir nicht als realistisch ein.
Schon eher glauben wir an einen Einsatz des in der Formel 1 – wenn auch mit etwas mäßigem Erfolg – eingesetzten KERS-Systems. Dieses System, das die kinetische Energie der Fahrzeugbewegung durch Generatoren und Rekuperation in elektrische Energie wandelt und so entweder dem Bordnetz zu Verfügung stellt oder etwa einen elektrischen Zusatzmotor als Booster versorgen kann, würde gut zum EfficientDynamics genannten Spritsparkonzept passen und so den M5 aus ökologischer Sicht zumindest etwas vertretbarer erscheinen lassen.
Doch den Löwenanteil der Einsparmaßnahmen trägt immer noch der Motor selbst. Und hier bietet BMW selbst schon viele Möglichkeiten. Am realistischsten erscheint die Verwendung des kürzlich in X5M und X6M präsentierten 4,4-Liter-V8-Bi-Turbo mit 555 PS. Mit TwinScroll-Technologie, innenliegenden Turboladern und Direkteinspritzung entspricht er dem modernsten Stand des Motorenbaus und sollte dank geringen inneren Reibungen (zwei Zylinder weniger) im Zyklus deutlich weniger Kraftstoff verfeuern als der alte 507-PS-V10.
Wenn auch die Fans ihren Zehnzylinder-Motor nicht sterben lassen wollen, so kann uns das Gerücht, dass man eben jenen oben genannten 4,4-Liter-V8 um zwei Zylinder erweitert und so einen V10-Bi-Turbo erhält, nicht überzeugen. Es wäre zuviel Aufwand für nur eine Baureihe, denn gerade in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten kann man sich einen derartigen Produktionsluxus nicht mehr leisten.
Wenn auch der 555 PS Motor nicht die Leistung des Audi RS6 erreichen kann, so wird BMW mit fahrdynamischen Maßnahmen und besonderen Leichtbaumaßnahmen die Fahrdynamikkrone aber doch wieder nach München holen. Soviel ist trotz allen Gerüchten sicher.
Wenn schon jetzt ein BMW M5 in die Garage muss, dann finden Sie weiter unten eine Auswahl an gebrauchten Exemplaren. Und HIER haben wir für Sie einige Audi RS-Modelle zusammengestellt. Wem's nach AMG gelüstet, der wird HIER fündig.
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