BMW bringt 1er als M-Version



Hamburg, 12.11.2009: Die Zeiten scheinen schlecht für sportliche BMW. Erst sorgte die Zurückhaltung der Käufer für sinkende Absatzzahlen bei den großen Modellen M5 und M6 und dann kehrte man bei BMW Motorsport sogar der Formal 1 den Rücken. EfficientDynamics steht im Vordergrund, da passen kraftstrotzende Sportler nicht ins Portfolio. Umso mehr verwundert es, dass gerade jetzt die beiden Schwergewichte X5M und X6M vorgestellt wurden und die 555-PS-Geländewagen erstmals bei der M GmbH nicht nur mit Allradantrieb, sondern auch nur ausschließlich mit einem Automatikgetriebe zu haben sind,.

Wohin die Reise bei der schnellen Truppe aus München geht, klärt M GmbH-Chef Kay Segler in einem Interview mit den Jungs von AMS: die M GmbH müsse schneller und dynamischer, dabei aber profitabel bleiben. Um dies zu realisieren erteilt er nicht nur dem in der Presse bereits oft angekündigten Supersportler M1 eine Absage, sondern kündigt für 2010 einen M-Ableger für die 1er-Reihe an.

In klaren Worten beschreibt er die Anforderungen an einen M-Einser und überrascht mit der Feststellung, dass die heiße Variante noch in der aktuellen Modellgeneration Einzug halten wird. Ging man bisher von einer wahlweise SuperSport oder tii getauften Variante für die kommende 1er-Generation aus, dürfen sich die Fans nun wohl auf einen echten M1 freuen, wobei der Name sicherlich noch heiß diskutiert werden dürfte.

“Im Fahrverhalten wäre dieses Modell natürlich noch dynamischer als die stärkste Serienmotorisierung, der 135i (306 PS). Ich glaube, gerade bei kleinen Fahrzeugen sind etwas mehr Leichtfüßigkeit und ein tolles Fahrwerk wichtiger als die reine PS-Zahl.“

Dieser Satz lässt natürlich viel Raum für Spekulationen auf der Antriebsseite. Im Bereich Fahrwerk ist eines jedoch sicher: der Sport-1er trägt dick auf. Die bereits abgelichteten Prototypen sind mit angesetzten Kunststoffkotflügeln unterwegs, die dem kleinen Coupé mächtig breite Backen machen. Die breitere Spur dürfte vor allem den gesteigerten Kurventempi zu Gute kommen, ebenso wie das komplett überarbeitete Fahrwerk. Insider sprechen von einer speziellen Leichtbaukonstruktion, die auch in der neuen Einsergeneration F20 Einzug halten soll.

Dynamik und Leichtfüßigkeit werden also primär über Gewichtseinsparung und die radikale Fahrwerksauslegung erreicht, deshalb glauben wir nicht an den Einsatz eines leistungsgesteigerten N54-Motors. Die 306 PS des Serienmodells ließen sich zwar ohne weiteres auf 350 PS steigern, doch dann wäre der Abstand zum M3 zu klein, vor allem wenn man die genannten Fahrwerktricks und den Gewichtsvorteil des Kleinen in Betracht zieht.

Wahrscheinlicher ist aus unserer Sicht die Premiere der neuen aufgeladenen Vierzylinder-Generation. Die Zweiliter-Version, die bereits für die kommende 5er-Generation F10 angekündigt ist, könnte es in der M1-Variante auf gute 280 PS bringen und dem dank des kleinen Motors noch leichteren Coupés damit zu ordentlichen Fahrleistungen verhelfen. In Sachen Fahrdynamik dürfte dem „M1“ damit die Krone vor Golf R, Audi TTS und dem Rest der hot hatches sicher sein.

Text: Fabian Mechtel

 

Zur Galerie des BMW 135i Coupé:

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BMW bringt 1er als M-Version Nicht zwangsläufig stärker dafür agiler und sportlicher soll die M-Version des kleinsten BMW schon bald auf den Markt kommen. "Im Fahrverhalten wäre dieses Modell natürlich noch dynamischer als die stärkste Serienmotorisierung" - macht uns M-GmbH-Chef Kay Segler den Mund wässrig.

 

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