Hamburg, 22.10.2008: Die Zeiten sind hart für die spanische Seat-Mannschaft, denn die Nische zwischen praktischen und günstigen Skoda-Modellen und den echten Volkswagen ist denkbar klein und für das betont „emocion“ale Image der feurigen Südeuropäer können sich hierzulande nur wenige erwärmen. Dass nun auch noch die neue VW-Mutter Porsche offen mit dem Gedanken spielt die Konzernmarke aus finanziellen Gründen abzustoßen zeigt den Ernst der Lage. Alle Hoffnung ruht auf dem neuen Ibiza. Seine kantig muskulöse Erscheinung bildet einen schönen Gegensatz zum drögen OneBox-Van-Design seiner Konzernbrüder Toledo, Altea und Leon. Auch unter der von Ex-Lambo Designer Luc Donckerwolke gezeichneten Karosserie geht es heiß her: die Plattform des Ibiza stellt die kommende Polo-Generation und so finden sich hier nur feinste Komponenten, aber der Reihe nach.
Fangen wir bei den Abmessungen an: Überall ist der Ibiza ein Stück gewachsen und trägt so dem allgemeinen Trend Rechnung. Doch dank des cleveren Einsatzes von neuen Stählen und Materialien liegt das Leergewicht mit 1125 kg deutlich unter dem des Vorgängers (und das trotz des 1,9-Liter-Gussklumpen-TDI’s). Die Vorteile liegen auf der Hand, denn einerseits genießen hinten wie vorne alle Passagiere ein angenehmes Platzangebot und trotzdem sind keine Einbußen beim Handling in Kauf zu nehmen. Die von uns gefahrene Sport-Ausstattung glänzt zudem mit griffigem Lederlenkrad und auch der Schalthebel hüllt sich in Leder. Nur die Sportsitze enttäuschen etwas, sie sehen zwar schick aus und bieten ausreichende Seitenhalt, jedoch lassen sie deutlich an Lendenunterstützung vermissen, was auf langen Strecken zu Rückenschmerzen führt.
Häufige Tankstopps könnten hier zwar Abhilfe schaffen, aber hier hat der Pumpe-Düse Motor etwas dagegen. Mit gezügeltem Gasfuß erreicht der 1.9 TDI auf der Autobahn Verbräuche von deutlich unter 4,5 Litern - und das ohne zum Verkehrshindernis zu verkommen. Soll es hingegen flott voran gehen, schwächelt der große Pumpe-Düse Motor etwas. Unwillig dreht er hoch, nagelt dabei unüberhörbar und dennoch lässt er den richtigen Punch vermissen. 105 Diesel-PS in einem Kleinwagen sollten gemeinhin für große Taten gut sein, doch irgendetwas bremst den Schaum des Ibizas. Vielleicht ist es das Kennfeld, das aus Rücksicht auf den Partikelfilter beim Beschleunigen nicht mehr so stark anfettet wie früher, vielleicht aber auch das Getriebe. Der Seat fährt endlich wieder mit einer manuellen Fünf-Gang-Box. Vorbei die Zeiten, in denen man ständig am Hebel ziehen musste und in 15-km/h-Schritten den Gang wechseln musste, um dann doch bei 50 in der Stadt nicht den Richtigen parat zu haben. Das neue Getriebe überzeugt durch eine ausgezeichnete Schaltbarkeit und eine praxisnahe Abstimmung. Der notwendige lange fünfte Gang hemmt den Ibiza zwar etwas, doch ist er für den Charakter des Autos sehr wertvoll. Die Farbe und die großen Felgen suggerieren zwar hemmungslosen Sportsgeist, doch in Wahrheit ist der Ibiza ein ausgewachsener und vor allem ausgewogener Kleinwagen.
Das Fahrwerk liegt ein wenig tiefer und dennoch ist es adäquat gefedert und hält die groben Schläge fern, der Geräuschkomfort ist einmalig in der Klasse der Kleinwagen (das Pumpe-Düse-Rasseln läuft außer Konkurrenz) und der Seat zeigt seine Cleverness an vielen weiteren Details. Der Handbremshebel zum Beispiel ist aus Plastik – günstig in der Herstellung und die Einbußen in der Wohlfühlwertung sind zu vernachlässigen. Die Haltegriffe im Dachhimmel sind nicht mehr gedämpft – wieder Kosten gespart und wenn wir ehrlich sind haben wir auch mit der herkömmlichen Federlösung immer gut leben können.
Es sind gerade jene Details, die den Ibiza auszeichnen und vor allem zu einem sympathischen Automobil machen. Alles was man braucht ist an Bord und alles was überzogene Ingenieursspielerei ist fiel dem roten Stift zum Opfer. Bravo. Sicher, auch der kleine Seat ist nicht frei von Fehlern, so nervt zum Beispiel die Tankanzeige, die beharrlich einen vollen Tank vorgaukelt, um dann bei gleich bleibender Fahrweise innerhalb von 120 Kilometern auf Reserve zu fallen. Auch die Klavierlackoptik von Klimaautomatik und Radio ist nicht ganz glücklich gewählt, denn Tasten sind dazu da gedrückt zu werden und so freut sich jede Spurensicherung über die Hundertschaften von Fingerabdrücken, die innerhalb kürzester Zeit den Anblick vermiesen.
Doch das sind Kleinigkeiten und deshalb kann der neue Ibiza als Erfolg gelten: Erfrischendes Äußeres, ausgewachsen im Innenraum, solide Verarbeitung, angenehm straffes Fahrwerk und alles zu einem vernünftigen Preis. Fertig.
Porsche Boxster Spyder im Netz aufgetaucht Der Porsche Boxster steht für Fahrfreude in Reinkultur, das Flair eines Sportwagenherstellers und einen verhältnismäßig günstigen Einstiegspreis. Jetzt sind erste Bilder einer weiteren Porsche-Droge aufgetaucht: des Boxster Spyder.
Formel 1: "Es ist ein Krieg gegen Hersteller" Bei Ferrari schießt wieder in Richtung FIA und vergleicht die Abwanderung der Hersteller mit einem Kriminalroman von Agatha Christie und stellt die Frage: "Wollen wir nicht ein anderes Schlusskapitel?"
Ekström gewinnt Race of Champions 2009 Mattias Ekström siegte in Peking beim Race of Champions im Finale gegen Michael Schumacher. Der seinerseits hatte im Halbfinale Sebastian Vettel aus dem Rennen gekickt.
Race of Champions 2009: Nationscup Sie haben es wieder geschafft: Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und die deutsche Nachwuchshoffnung Sebastian Vettel sicherten sich den Sieg im Nationencup des Race of Champions in Peking. Ihre Gegner: Jenson Button und Andy Priaulx
VW Scirocco 2.0 TSI von MR Car Design Mit satten 170 PS zusätlich lässt sich der "Black Rocco" genannte Scirocco 2.0 TSI nicht so einfach die Wurst vom Teller nehmen. Seine 370 Turbo-Pferdchen dürften auch waschechte Sportwagen vor schwer lösbare Probleme stellen.
Ken Block: Subaru Impreza TRAX STI Ken Block ist süchtig. Süchtig nach Performance und immer neuen, immer abgedrehteren Ideen rund um seinen Impreza WRX STi. Mit dem TRAX STi zeigt der verrückte Ami jetzt, dass noch viel mehr in seinem Rallyewagen steckt als man denkt.
BMW M3 GTS vorgestellt Zwar wurde ein Nachfolger des legendären BMW M3 E46 CLS bis zu letzt dementiert, mit dem M3 GTS bringen die Bayern nun aber doch einen legitimen Erben des "Coupé Sport Leichtbau" auf den Markt.
Mercedes SLS Gullwing Panamericana Noch nicht einmal auf dem Markt und schon verschandelt? Wem's gefällt, der kann sich von den US-Boys von Gullwing-America einen Bodykit für seinen Mercedes SLS AMG ordern und den Neuzeit-Flügeltürer optisch aufs Original trimmen.
Liqui Moly Kalender 2010 Liqui Moly setzt abermals auf ein Rezept, das so simpel ist wie von durchschlagendem Erfolg gekrönt: hübsche Frauen und sehenswerte Autos. Beides vereint gekonnt ästhetisch in Szene gesetzt.
Hitlers Dreiachser im Angebot Von dem nur 57 mal gebauten Dreiachser aus dem Hause Mercedes-Benz werden derzeit drei Modelle zum Kauf angeboten. Das besondere an der Neun-Millionen-Dollar-Offerte: Die Fahrzeuge sollen aus dem Besitz Adolf Hitlers stammen.